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Meine Meinung:

Dieses Buch erzählt eine etwas andersartige Fantasygeschichte. Hier findet man nicht die typischen Gestalten wie Vampire, Zwerge oder Hexen, viel eher treiben hier die Götter ihr Unwesen und lassen dabei erstaunliche Dinge geschehen. Was ich schonmal sehr interessant finde.


Fin auf seiner Reise zu begleiten hat mir richtig viel Spaß gemacht. Er war mir von Anfang an sympathisch, doch es dauerte ein wenig bis ich mehr Einblick in seine Gefühlswelt bekam. Nach und nach lernte ich ihn immer besser kennen sodass er immer lebendiger wurde. Bald schon konnte ich mich richtig gut in Fin hineinversetzen und war somit an manchen Stellen genauso aufgewühlt wie er und konnte an anderen Stellen ebenso sein Glück genießen. Seine Gedankengänge waren immer sehr gut nachvollziehbar. Auch einige andere Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Die beiden freundlichen und fürsorglichen Ziehväter Orlo und Ben, der herzliche und liebenswerte Thore mit seiner Familie, John der so wunderbare Geschichten erzählen kann, die lehrreich sind und mich nachdenklich gemacht haben und der kleine Zuxu der es mit seinem frechen aber auch freundlichen Charakter schafft die Stimmung in ernsten Zeiten etwas aufzulockern.


Die Orte die Fin entdeckt sind absolut faszinierend und sehr schön bildhaft beschrieben. Am besten hat mir hier der unheimliche und geheimnisvolle „dunkle Wald“ und das gemütliche Gasthaus „Waldruh“ gefallen. An diesem wunderschönen „Ort des Lichts und der Freundlichkeit“ (Zitat) möchte man unbedingt länger verweilen.

Es stecken viele interessante Ideen in diesem Buch die sehr gut ausgearbeitet sind und nicht einfach nur angeschnitten werden.

Es gab so einige Momente in denen ich mich in der Geschichte einfach richtig wohl gefühlt habe, andere wiederum haben mich neugierig, ängstlich, wütend und sogar ein wenig traurig gemacht. Es wurde jedenfalls nie langweilig.


Der Schreibstil ist im allgemeinen sehr bildhaft und informationsgeladen. Was bei manchen Autoren seitenlang ausgiebig beschrieben wird, steckt hier manchmal schon in einer einzelnen Seite. Trotzdem sind all die Einzelheiten enthalten die das Ganze lebendig werden lassen.


Zum Ende hin wird die Geschichte immer gefährlicher und auch ernster.

Doch der Autor hat mit dem Äffchen Zuxu einen schönen Ausgleich gefunden um das Ganze aufzulockern.


Das Buch endet glücklicherweise nicht mit einem Cliffhanger (was bei Mehrteilern ja häufig vorkommt). Viele Fragen werden beantwortet sodass man ganz in Ruhe auf den nächsten Teil warten und sich darauf freuen kann, dass weitere Fragen geklärt werden.

Bis auf ein oder zwei Stellen die mir etwas zu langatmig und teilweise zu wüst waren, hat mir das Buch absolut gut gefallen.


Gestaltung:

Eine superschöne und überaus gelungene Illustration auf der Fin mit seinen Begleitern vor dem Hohenwald steht, ist auf dem Cover zu sehen. Die geheimnisvolle Stimmung wird hier durch das Spiel mit dem Licht hervorragend wiedergegeben. Betrachtet man das Bild im Ganzen kann man in den Baumkronen ein Gesicht entdecken. Während der Wald in ein diffuses Licht getaucht wird naht aus der Ferne etwas Dunkles. Im Vordergrund sind vereinzelte Glühwürmchen zu sehen.


Fazit:

Eine tolle, ideenreiche Abenteuergeschichte die mich fasziniert hat und in der ich mich wohlfühlen konnte.

Kann ich auf jeden Fall empfehlen und bin schon gespannt auf die weiteren Teile.



Eure Katrin

Amazon Media EU S.à r.l.   |   Träger des Feuers: Band I - Die Wiedergeburt    |   von Harry N. Bockmann   |   565 S.

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