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Oliver erfährt, dass er ein Seher ist und magische Fähigkeiten hat.

Mit einer Zeitmaschine reist er in die Vergangenheit. Dort soll er eine Schule für Seher besuchen. Er findet schnell Freunde und lernt mit seinen magischen Fähigkeiten umzugehen.


Meine Meinung:

Es stecken viele schöne Ideen in der Geschichte. Die Liebe zur Wissenschaft, magische Fähigkeiten die sich bei jedem auf eine andere Art und Weise entfalten und auch das Thema Zeitreisen spielt hier eine große Rolle. Doch leider wird nichts so richtig ausführlich behandelt. So kann man sich in keines der Themen vertiefen. Das fand ich sehr schade.

Die Ideen die man schon aus anderen Büchern kennt, ergeben leider kein schlüssiges Gesamtkonzept. Viele Geschehnisse waren vorhersehbar, andere waren absolut abwegig.


Die Charaktere blieben alle sehr blass. Oliver war mir zwar durchaus sympathisch, ich fand aber viele Gedankengänge und Verhaltensweisen nicht nachvollziehbar. Vieles hat er einfach so hingenommen ohne es zu hinterfragen, anderes hat er wiederum angezweifelt obwohl es ziemlich eindeutig war.

Die Freundschaften entwickelten sich nicht, sondern schienen aus dem Nichts zu entstehen. Innerhalb von zwei Tagen hatte er Freunde die alles für ihn tun würden ohne ihn wirklich zu kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin mehr auf die Entwicklung der Gefühle eingegangen wäre und den Beziehungen mehr Zeit zum wachsen gegeben hätte. So schien mir das alles sehr unglaubwürdig.


Der Schreibstil:

… ist mein größter Kritikpunkt.

Anfangs lies sich die Geschichte noch flüssig lesen, doch es kamen immer mehr Schreibfehler und Wortauslassungen hinzu durch die der Lesefluss extrem beeinträchtigt wurde. Auch der sehr einfach gehaltene Schreibstil war nach einer Weile nicht mehr angenehm. Die Sätze waren kurz und abgehackt. Außerdem gab es ständige Wort-Wiederholungen. An einer Stelle im Buch fangen 5 Sätze hintereinander mit Er… an. Völlig irritiert war ich aber als auf einmal nicht mehr der Protagonist Oliver sondern sein Verfolger Lucas flüchten wollte. Hier wurden versehentlich die Namen vertauscht. Sowas bringt mich als Leser total aus dem Konzept und führt dazu, dass ich nicht mehr weiterlesen mag.

Das Buch las sich wie ein Erstlingswerk ohne Lektorat. Dabei hat die Autorin schon mehr als 20 andere Bücher geschrieben.


Gestaltung:

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Bild vermittelt eine wunderbar mysteriöse Stimmung. Es zeigt eine große Uhr mit vielen Zahnrädern, und spricht dadurch gleichzeitig das Thema Zeitreise wie auch Olivers Leidenschaft zu seinen Erfindungen an.


Fazit:

Die Geschichte ist nicht richtig ausgearbeitet, der Schreibstil wirkt unbeholfen, das Lektorat lässt zu wünschen übrig und die Charaktere bleiben blass. Ich habe mich bis zum Schluss durchgekämpft und bin total enttäuscht.




Eure Katrin




Amazon Media EU S.à r.l.     |     Die Zauberfabrik      |     von Morgan Rice     |     270 Seiten

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