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Meine Meinung:

Zacharias Geschichte hatte von Anfang an etwas wahnsinnig faszinierendes an sich. Ich wollte unbedingt mehr über ihn und seine Welt erfahren. Die Idee mit den Prophezeiungen fand ich absolut interessant. Vor allem weil sie so unterschiedlich waren und ich das Gefühl hatte, dass in jeder Aufgabe etwas gutes drin steckt. Es war aufregend mitzuerleben wie die unterschiedlichen Auserwählten mit ihrer Aufgabe umgingen und wie sie sie veränderte.


Auf seiner Reise begegnet Zach vielen unterschiedlichen Menschen die oft sehr undankbar sind und ihm teilweise sogar gefährlich werden. Es war manchmal schon echt zum Verzweifeln. Jedes mal wenn man dachte schlimmer kann es nicht mehr werden, wurde man mit einer weiteren unglaublichen Wendung überrascht die Zachs Situation noch aussichtsloser erscheinen ließ. Er tat mir teilweise richtig leid. Trotz all der Gemeinheiten die Zach erfahren musste, gab es aber auch viele schöne Dinge die er erleben durfte. Es entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft die mir viel Freude bereitet hat. Es war so schön wieviel Verständnis und Vertrauen einander entgegengebracht wurde. Zachs Charakter war mir dabei immer sehr sympathisch. Ich konnte all seine Ängste und Selbstzweifel gut nachvollziehen und habe mich sehr über seine starke Entwicklung gefreut.


Zacharias Reise war auf jeden Fall sehr lehrreich und hat ihm in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich fand es total spannend ihn dabei zu begleiten. Ich habe mit ihm gelitten, gezweifelt, war stinksauer und manchmal sogar hasserfüllt. Aber ich habe mich genauso sehr über all die kleinen Erfolge gefreut und neue Hoffnung geschöpft.

Diese außergewöhnliche Reise war wahnsinnig aufregend. Auch wenn das Ganze eher ruhig erzählt wurde, so hatte ich doch immer das Gefühl ich würde gleich ein neues Geheimnis erfahren oder über eine neue Schwierigkeit stolpern die es zu bewältigen galt. Das hat die Geschichte irgendwie so besonders gemacht.


Der Schluss war nicht so ganz mein Ding und hat mich erstmal etwas unzufrieden zurückgelassen. Nachdem alles so schön ruhig erzählt wurde, ging es dann Schlag auf Schlag zu Ende. Das hat mich irgendwie überrumpelt. Letztendlich war es ein guter Abschluss, der aber für mich ein paar ausführlichere Erklärungen vertragen hätte.


Gestaltung:

Das Cover ist superschön und passt sehr gut zur Geschichte. Die Silhouette  eines Mannes der allein auf einem Hügel steht und auf die Stadt hinabblickt. Über ihm ist das Questenzeichen abgebildet. Die Farbgebung verleiht dem Ganzen einen besonderes edlen und leicht magischen Touch.


Schreibstil:

Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Geschichte war flüssig und unterhaltsam geschrieben und ich konnte ihr größtenteils gut folgen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich an manchen Stellen hängengeblieben bin, weil ich mir manches nicht richtig vorstellen konnte. Dabei geht es mir nicht um die Handlung an sich, sondern eher um die Hintergründe. Die Andersartigkeit der Welt wurde mir in zu kleinen unvollständigen Häppchen vermittelt. Wären zu Anfang mehr Informationen zu der Welt und zu den Hintergründen der Magischen erzählt worden, hätte ich mich besser hinein denken können. So fiel es mir manchmal schwer dem Ganzen zu folgen und ich hatte das Gefühl einige Stellen mehrmals lesen zu müssen um die Aussage richtig erfassen zu können.


Fazit:

„Prophezeiungen für Jedermann“ ist eine sehr schön andersartige Geschichte, mit einem eher untypischen Protagonisten der mit seinen Ängsten zu kämpfen hat und sich einer schweren Aufgabe stellen muss. Den Leser erwartet eine außergewöhnliche Reise mit überraschenden Wendungen und einer Grundidee die zum Nachdenken anregt. Das Buch hat einen ganz besonderen Reiz.


Vielen Dank an NetGalley und den Verlag für das Leseexemplar!




Eure Katrin




Piper Verlag     |     Prophezeiungen für Jedermann     |     von Nicole Gozdek     |     400 Seiten

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