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Meine Meinung:

Die Idee, dass die Träume eines Mädchens lebendig werden, fand ich schonmal total genial. Dass dann rund um sie herum eine Art Vergnügungspark erbaut wird, in dem die Besucher die Träume erleben dürfen, das ist schon echt schräg. Und das ist gut so, denn ich liebe schräge Ideen, vor allem wenn sie gut durchdacht sind. Mir scheint die Autorin hat sich sehr viele Gedanken zu diesem Traumkonstrukt gemacht. Denn es wirkt auf mich alles sehr schlüssig.


Mit Jessica fühlt man sich als Leser gleich verbunden, denn man stellt sich die gleichen Fragen und kann es, so wie sie, kaum erwarten Antworten zu bekommen. Zusammen mit der Protagonistin findet man langsam immer mehr über ihre Vergangenheit heraus. Dabei ist man sich nie ganz sicher wem man trauen kann. Ab und zu tauchen Erinnerungsfetzen auf, mit denen Jessica aber meist nicht viel anfangen kann. Doch mit der Zeit sammelt sie immer mehr Informationen und so ergeben die zusammenhanglosen Bilder in ihrem Kopf doch noch einen Sinn. Ich habe immer wieder Theroien zu Jessicas Vergangenheit und ihrem Verhältnis zu der Träumerin aufgestellt. Das Rätseln hat mir einfach richtig viel Spaß gemacht. Ich finde es wurden immer ausreichend Fragen beantwortet, sodass man nicht zu lange im Dunkeln tappte aber trotzdem noch genug Stoff zum Grübeln hatte.


Die Zeit im „Königreich der Träume“ war teilweise echt gruselig aber auch überaus faszinierend. Die Autorin hat sich hier einen wirklich fantastischen Ort ausgedacht, der sehr wandelbar ist. Im Königreich der Träume findet man unterschiedlichste Schlösser in verschiedensten Farben und Formen. Auch das Drumherum hat etwas unwirkliches, märchenhaftes. Die perfekte Umgebung für Prinzessinnen und Helden. In kürzester Zeit schafft es I. Reen Bow diese zauberhafte Welt in einen Ort des Grauens zu verwandeln  der von Monstern überrannt wird. Dabei kann man sich richtig gut in die Charaktere hineinversetzen und spürt ihre Angst, Verzweiflung und Ratlosigkeit. Das finde ich wirklich erstaunlich. Die Geschichte wurde immer spannender und es viel mir immer schwerer das Buch aus der Hand zu legen. Ich bin total begeistert und möchte dringend wissen wie es weitergeht.


Schreibstil:

Wie ich schon in einigen Rezensionen erwähnt habe, bin ich kein großer Fan von der Ich-Perspektive. Ich fand hier aber die Beschreibung des Buches so faszinierend, dass ich es trotzdem lesen wollte. Über diese Entscheidung bin ich sehr glücklich. Denn obwohl ich anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte, war der Schreibstil später doch sehr fesselnd. Die Ich-Perspektive hat hier einfach total gut zur Geschichte gepasst. Man steckt dadurch mittendrin und kann die Gedanken der Protagonistin wunderbar nachvollziehen.

Alles wird sehr schön bildhaft beschrieben. Ich konnte mir das Königreich der Träume und mit all den Eigenheiten sehr gut vorstellen.


Gestaltung:

Das Cover ist einfach fantastisch. Der dunkelblaue Hintergrund spiegelt die düstere Stimmung des Buches wieder und bildet einen wunderbaren Kontrast zu der goldenen Krone aus Schmetterlingen. Im Innenteil tauchen immer wieder kleine Kronen und Schmetterlinge auf. Das hat mir richtig gut gefallen. Außerdem gibt es zu jeder Episode eine Illustration.


Fazit:

Eine spannende und vor allem rätselhafte Geschichte voller faszinierender Ideen. Das Ganze wird sehr fesselnd erzählt, sodass man es gar nicht erwarten kann zusammen mit Jessica mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden. Ich bin absolut begeistert und sehr neugierig auf die weiteren Bände.



Eure Katrin





Greenlight Press     |     Der goldene Käfig 1: Die Brücke der Schlafenden     |    von I. Reen Bow     |     336 Seiten


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