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Hummelburg Verlag |   Das Magier von Paris    |   von Christina Wolff    |    209 Seiten


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Meine Meinung:

Das Cover hat mich sofort verzaubert. Es verbreitet eine wunderbar magische Stimmung und macht neugierig auf die Geschichte. Auch im Innenteil findet man fantastische schwarzweiß Illustrationen die die Stimmung wunderbar wiedergeben. Maximillian Meinzold haucht den Figuren Leben ein und stellt sie genauso dar wie ich sie mir vorgestellt habe.


Zwei Magierfamilien die früher einmal befreundet waren, sind nun schon seit vielen Jahren verfeindet. Den Grund dafür kennen ihre Nachkommen Claire Delune und Rafael Belleson nicht. Auch für den Leser bleibt das vorerst ein Geheimnis. Erst später erfährt man, durch Rückblenden, was damals geschah und wie es zu der Fehde kam.

Man begleitet die 12 jährige Claire, die nach Hause kommt um von nun an das Zauberbuch der Familie zu hüten. Ihr Vater hatte einen Unfall und kann sich nicht mehr darum kümmern. Claire ist ein freundliches und verantwortungsbewusstes Mädchen. Bald schon trifft sie auf Rafael, den Sohn der Familie Belleson. Obwohl ihre Väter verbissen an ihrer Feindschaft festhalten, gehen die Kinder ihren eigenen Weg. Sie schließen sich zusammen um den mysteriösen Magier aufzuhalten, der mit seinem Plan die ganze Stadt gefährdet. Und damit beginnt für sie ein großes Abenteuer und eine gute Freundschaft.


Die Ideen zu der Geschichte waren vielversprechend und haben mir vom Ansatz her gut gefallen. Die Ahnen der Familie Delune landen nach ihrem Tod in einer Gartenmauer, dort kann man mit ihnen reden. Ein sehr schöner Gedanke! Auch die unterschiedlichen Magiearten fand ich sehr interessant. Jede Familie hat ihre eigene Art zu zaubern. Die eine verwendet Alchemie, die andere Musik und eine weitere zaubert mit Gefühlen.

Doch die Geschichte konnte mich nicht richtig fesseln. Viele Themen und Ereignisse wurden nur kurz angeschnitten und nicht weiter ausgearbeitet. Das fand ich wirklich schade. Wie gerne wäre ich tiefer in die Welt der Magie eingetaucht. Doch das war leider nicht möglich.


Neben den zwei Protagonisten gibt es noch weitere interessante Charaktere. Claires Tante die eine Vorliebe für Frösche hat, der quirlige Geist Gabriel und auch der sprechende Siebenschläfer, sie alle hatten viel Potenzial. Leider blieben die Figuren aber zu blass, sodass man sich nicht in sie hineinversetzen konnte. Ich hätte gern mehr über ihre Gefühlswelt erfahren. So waren ihre Handlungen und vor allem die Streitigkeiten für mich oft nicht nachvollziehbar.


Schreibstil:

Die Autorin verwendet eine vereinfachte, kindliche Sprache mit kurzen Sätzen.  Durch die etwas holprige Erzählweise konnte ich leider nicht richtig in die Geschichte finden.


Meist wird aus der Sicht von Claire erzählt, manchmal begleitet man aber auch Rafael oder den finsteren Magier. Das bringt eine gewisse Abwechslung mit rein. Zwischendurch erfährt man durch Rückblicke mehr über die Familiengeschichte und kann dadurch die späteren Handlungen der Figuren besser nachvollziehen. Das hat mir sehr gut gefallen.


Fazit:

Vom Ansatz her ein wirklich tolles Buch, mit wunderschönen Illustrationen und vielversprechenden Ideen, das mich aber nicht richtig überzeugen konnte




Eure Katrin