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Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einer Szene aus der Vergangenheit. Dort erfährt man von einer großen Feindschaft zwischen Greifenrittern und Drachenkriegern.


Danach geht es in der Gegenwart weiter. Hier lernt man Melody kennen. Sie ist ein total freundliches und sympathisches Mädchen. Auch wenn das ihre Klassenkameradinnen ganz anders sehen. Besonders Ashley McLusky und ihre Freundinnen machen sich einen Spaß daraus Melody das Leben schwer zu machen. Nach einer Weile hat mich die starke Ungerechtigkeit echt sauer gemacht. Ich fand es manchmal auch etwas unglaubwürdig, dass Ashley tatsächlich ganz problemlos mit allem durchkommt. Ein paar Schwierigkeiten hätte sie dabei schon haben dürfen.

Glücklicherweise ist Melodys bester Freund und ebenfalls Außenseiter Roddy immer für sie da. Er ist wirklich ein toller und kluger Junge dem Melody jederzeit vertrauen kann.


Im Mittelpunkt steht natürlich der Greif Agravain, den Melody findet und großzieht. Den Namen finde ich nicht so gut gewählt, da Kinder eventuell Schwierigkeiten mit der Aussprache haben. Ansonsten hat mir der Greif richtig gut gefallen. Die Beziehung die sich zwischen ihm und Melody entwickelt war so schön und herzerwärmend. Er ist ein ganz wunderbarer Wegbegleiter auf den immer Verlass ist.


Bei der Aufzucht haben mich ein paar unrealistische Aspekte wie: nach der Geburt einen ganzen Tag ohne Futter zu überleben oder das problemlose verbleiben in einer Schultasche   ein bisschen gestört. Aber nun ja, was ist bei einem Greifenbaby schon normal. ;)


Die Nebenstory zum Stone Inn und Granny Fay war interessant mitzuverfolgen.

Die alte Dame hatte mein volles Mitgefühl. Sie versucht wirklich immer das Richtige zu tun und kümmert sich ganz wundervoll um ihre Enkelin.


Zum Schluß wird es richtig schön spannend. Es gibt eine rasante Verfolgungsjagd und ganz wunderbare Entdeckungen. Vor allem der Teil mit der Burgruine hat mir richtig gut gefallen. Ein wirklich toller Ort der nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt.


Die Geschichte ist nicht wahnsinnig ausgefallen oder übermäßig spannend. Dieses Buch lebt viel mehr davon, dass dieses Abenteuer einfach richtig schön erzählt wird. Ich hatte gleich zu Beginn ein wohligwarmes Gefühl beim Lesen. Die Charaktere Melody, Roddy, Granny Fay und Agravain waren mir alle total sympathisch. Es geht hauptsächlich um die Wichtigkeit von Freundschaft, Familie und Vertrauen. Das sind absolut schöne Themen die mich sehr angesprochen haben.


Der Schreibstil ist schön flüssig und auch für Kinder gut verständlich. Mich hat die Art zu erzählen gleich gefangen genommen. Ich habe mich einfach richtig wohl gefühlt beim Lesen. Durch die relativ kurzen Kapitel und den einfachen Schreibstil ist das Buch auch zum Vorlesen sehr gut geeignet. Die Beschreibungen der Umgebung sind überaus bildhaft sodass man sich alles gut vorstellen kann.


Gestaltung:

Die wunderschöne Illustration auf dem Cover hat mich sofort angesprochen. Melody und ihr Greif sind richtig toll gezeichnet! Man sieht die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden. Auch die Farbgebung ist hier sehr gut gelungen. Mit dem goldig beleuchteten Wald hat das Ganze etwas wunderbar geheimnisvolles. Die Oberfläche des Covers schimmert im Licht leicht golden und hat dadurch noch mal eine ganz besondere Wirkung. Im Innenteil gibt es immer wieder supertolle Schwarzweiß Zeichnungen die die Geschichte abrunden. Die Seiten sind schön griffig und dadurch auch für Kinderhände gut geeignet.


Fazit:

Eine wirklich schöne Kindergeschichte, die mich besonders durch die angenehme Erzählweise überzeugen konnte. Es geht um Freundschaft, Familie, Vertrauen und natürlich um die wunderbare Beziehung zwischen Melody und ihrem Greif.



Eure Katrin





Ravensburger Verlag   |   Gryphony Band 1 - Im Bann des Greifen   |  von Michael Peinkofer  |   224 Seiten


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