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Dressler Verlag  |   Nevermoor 3 - Leere Schatten  |   von Jessica Townsend   |    512 Seiten


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Meine Meinung:

Die Geschichte hat mich zu Beginn wieder richtig gefangen genommen. Morrigan fühlt sich in Gruppe 919 gut aufgehoben. Sie hat wunderbare Freunde gefunden die zu ihr halten und für sie einstehen. Es gibt neue Schulfächer für alle und Morrigan bekommt ganz speziellen Unterricht von ganz speziellen Lehrern. Sie dabei zu begleiten hat wirklich Spaß gemacht. Man kann wieder viel Neues und Erstaunliches entdecken. Am besten gefallen hat mir der Ausflug in die Gobleain Bibliothek. Dieser Ort ist der absolute Wahnsinn. Ein Traum für jeden Bücherwurm (der es auch mal ein bisschen gruselig mag). Auch das Weihnachtsfest in Nevermoor war wiedermal wunderschön. Der Autorin gelingt es auf ganz fantastische Weise ihre Leser mit Worten zu verzaubern.


Die bekannten Charaktere treten ein bisschen in den Hintergrund, das fand ich teilweise sehr schade. Dafür lernt man allerdings auch ein paar Neue kennen. Die wohl beeindruckendste Figur in diesem Band ist für mich die neue Schuldirektorin Rook. Sie ist rätselhaft aber auch sehr sympathisch und hat einen vielschichtigen Charakter.

Morrigan entwickelt ihre Fähigkeiten weiter und muss wichtige Entscheidungen treffen. Anders als in den Büchern zuvor, konnte ich mich diesmal nicht so gut in sie hineinversetzen. Manchmal hat sie mich ein bisschen enttäuscht, vor allem weil sie ihre Fähigkeiten so unbedacht einsetzt. Da hätte ich mittlerweile wirklich mehr von ihr erwartet.

Neben den neuen Figuren lernt man auch das Hotel Deucalion besser kennen. Es verändert ständig sein Inneres und passt es den Situationen an. Dabei kümmert es sich liebevoll um seine Bewohner und bewahrt sie vor Gefahren. Da möchte man doch liebend gerne mal zu Gast sein.


Was mich ganz und gar nicht begeistern konnte war die Hauptstory, in der es (was für ein Zufall) um eine Epidemie geht. Die Autorin hat das Thema zwar gut eingearbeitet, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass es nicht in die Geschichte passt und sich zu sehr in die Länge zieht. Hier wurde so stark auf die ganzen Problematiken eingegangen, dass es für mich eher nach einem Bericht zur aktuellen Lage klang. Auch wenn es natürlich ganz andere Auswirkungen hatte.


Die eigentlich wichtige Geschichte, in der es um die Wunderschmiede und Ezra Squall geht, hätte gerne noch mehr Raum bekommen dürfen. Denn die war wirklich spannend. Nach dem Ende dieser Story steht eins für mich fest, das war nicht das letzte Buch der Reihe! Ich habe das Gefühl es fängt gerade erst richtig an.


Fazit:

Das Thema Epidemie nimmt mir zu viel Raum ein und stellt die eigentlich wichtige Geschichte in den Hintergrund. Ansonsten ist es ein wunderbares Buch das mich mit schönen Momenten und einzigartigen Orten verzaubernd konnte.




Eure Katrin