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Loewe Verlag    |   Archie Greene und die Bibliothek der Magie (Band 1) |   von D.D. Everest  |    320 Seiten


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Meine Meinung:

Das ganze Thema ist für einen Büchernarr absolut fantastisch. Magische Bücher die beschützt werden müssen, Zauberer die mit Büchern reden können, eine riesengroße Bibliothek in der man das Buchbinden erlernen kann und vieles mehr. Das alles hatte mich total überzeugt.

Trotzdem fiel mir das Lesen anfangs sehr schwer. Der Schreibstil wirkte distanziert und trocken, wodurch die Geschichte sehr langatmig wurde. Oft war mir nicht klar was da eigentlich gerade passiert und vor allem warum.


Zu Beginn lernt man eine etwas merkwürdige Familie kennen die ohne Grund einen Geburtstagskuchen serviert bekommt. Da fehlte mir komplett der Zusammenhang aber natürlich machte es auch neugierig. Gerade wollte ich mich auf diese schräge Familiengeschichte einlassen, da ging es auch schon ganz woanders weiter. Nämlich in der ältesten Anwaltskanzlei der Welt. Diese wurde ziemlich ausschweifend beschrieben, ohne dass ich mir etwas dazu vorstellen konnte. Dann erst ging es mit Archie Greene weiter, der ein geheimnisvolles Paket erhält. Der Junge lebt seit dem Tod seiner Eltern bei seiner Großmutter. Als er das Paket nach Oxford bringen soll, ist es selbstverständlich für beide, dass er von nun an bei seinen bisher unbekannten Verwandten leben wird.


Aus heiterem Himmel wird der 12 jährige Junge Buchbinder und muss täglich zur Arbeit erscheinen anstatt zur Schule zu gehen. Für seine neue Familie ist das völlig normal, denn auch sie gehören zu den Beschützern der magischen Bücher.

Archie versteht sich gut mit seinem Cousin und seiner Cousine und freundet sich schnell mit ihnen an. Sie führen ihn in die Welt der Bücher und Magie ein. Nach und nach erfährt Archie immer mehr über die Flammenhüter, die Buchflüsterer, die bestialischen Bände und die bösartigen Gierer. Die Ideen dazu haben mir wirklich gut gefallen.


Leider erfährt man nicht viel über die Gefühle der Figuren, dadurch bleiben sie recht blass. Im Grunde sind sie alle austauschbar und haben keinen eigenen Charakter. Auch die Handlungen sind oft nicht nachvollziehbar. Das fand ich sehr schade.


Zwischendurch wird die Geschichte durchaus spannend. Archie weiß nicht wem er trauen kann und findet einiges über die Vergangenheit seines Vaters heraus. Er erlebt Abenteuer mit seinen Freunden und entdeckt dabei interessante Bücher. Zum Schluss wird die Story dann wieder ziemlich chaotisch. Viele unbekannte Figuren und nicht näher beschriebene Wesen kämpfen gegeneinander ohne dass ich folgen konnte. 


Fazit:

In dem Buch sind schöne Ideen enthalten. Leider ist der Schreibstil zu trocken und die Figuren bleiben blass, daher konnte es mich nicht überzeugen.





Eure Katrin