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Dressler Verlag    |   Ember Drachentochter   |   von Heather Fawcett   |   352 Seiten


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Meine Meinung:

Da ich von Drachen total fasziniert bin, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ember erzählt. Sie ist ein Drache und wurde von ihrem Ziehvater in einen Menschen verwandelt.

Lionel St. George ist nicht nur ein liebevoller Vater sondern auch ein Sturmfänger der aus der Energie eines Sturms Magie gewinnen kann. Seine Zauber gehen des Öfteren schief. So kam es, dass sein Schatten sich von ihm trennte, seine Katze sprechen kann und Ember das kleine Problem mit dem Sonnenlicht hat. Mit diesen speziellen Eigenheiten hat die Geschichte mich von Anfang an sehr gut unterhalten.


In der Antarktis wird es dann richtig spannend. Dort begegnet Ember dem Prinzen mit seinen gefährlichen Drachenjägern und trifft eine heftige Entscheidung. Sie will die letzten Eisdrachen beschützen. Glücklicherweise ist sie nicht allein. Völlig unerwartet findet sie zwei wunderbare Freunde die ihr treu zur Seite stehen. Das ist für Ember etwas ganz besonderes, denn sie ist im Umgang mit anderen Kindern sehr unbeholfen und wirkt dadurch eher abweisend. Mit ihrer direkten und (gezwungenermaßen) ehrlichen Art war mir Ember von Anfang an sympathisch. Sie beweist viel Mut, macht sich für andere stark und zeigt sogar für diejenigen Mitgefühl die es nicht unbedingt verdient haben.

Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Manche sind geheimnisvoll, andere exzentrisch, und dann gibt es da einen von dem man nicht weiß ob der gut oder böse ist.


Was ich auch sehr schön fand ist, dass es am Anfang eines jeden Kapitels eine kurze Info über Drachen gibt, die aus dem Handbuch der exotischen Geschöpfe stammt. Dadurch bekommt man eine bessere Vorstellung von den Drachen dieser Welt.


Das Ganze wird sehr schön bildhaft erzählt. Die eiskalte Atmosphäre Antarktikas wird so anschaulich beschrieben, dass man die beißende Kälte geradezu spürt und sich am liebsten warm einkuscheln möchte. Es ist eine magische, unterhaltsame und berührende Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Leider kommen zum Schluss einige unlogische Stellen vor, wodurch mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte.


Stellenweise wird es auch ein bisschen gruselig. Es tauchen finstere Wesen auf und die Menschen stellen grausame Dinge mit den Drachen an, die allerdings nicht ausführlich beschrieben werden. Trotzdem würde ich das Buch eher älteren Kindern empfehlen.


Gestaltung:

Die fantastische Illustration auf dem Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Im Vordergrund ist Ember zu sehen die mit ihrem Feuer einen hervorragenden Kontrast zu dem blauen Drachen und der Eislandschaft im Hintergrund bildet.


Fazit:

Eine magische, unterhaltsame und berührende Drachengeschichte die den Leser mitten in die eiskalte Antarktis versetzt. Ab und zu ist es etwas unlogisch aber ansonsten ein richtig tolles Buch.




Eure Katrin